
Warum wir unsere Badezimmerheizgeräte einem „Qualitätstest“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für elektronische Geräte. Es gibt dichten Dampf, unkontrollierte Wasserspritzer – und die Temperaturen schwanken innerhalb von Minuten zwischen eisig kalt und saunawarm.
Viele Hersteller prahlen mit einer „IP44-Zertifizierung“. Im einfachen Wortlaut bedeutet das nur, dass das Gerät einigen Wasserspritzern standhalten kann und größere Staubpartikel abwehrt. Doch ein Etikett auf der Verpackung sagt eigentlich nichts darüber aus, ob das Gerät drei Jahre oder nur drei Wochen lang funktionieren wird.
Deshalb verlassen wir uns nicht nur auf das Etikett. Wir unterziehen unsere Infrarotlampen Testungen unter Bedingungen hoher Feuchtigkeit und Hitze. Im Grunde versuchen wir, die Geräte absichtlich zu beschädigen – damit Sie das nicht tun müssen.
Die problematische Wirkung von Feuchtigkeit
Wasser verursacht nicht einfach nur einen Kurzschluss. Es ist noch schlimmer als das. Feuchtigkeit dringt ein und zerstört allmählich die Kontaktpunkte der Komponenten. Dadurch wird der Klebstoff um das Quarzglas schwächer. Dann beginnt das eigentliche Problem: Wasserdampf gelangt in den Gehäuseinneren und trifft auf die glühend heißen Infrarotelemente.
Es handelt sich dabei um einen verzweifelten Kampf zwischen dem Schutz vor Wasser und der Notwendigkeit, dass die Wärme entweichen kann. Wir testen die Geräte so lange, bis sie tatsächlich versagen – denn nur so finden wir den richtigen Ausgleich. So erhalten wir Geräte, die trocken bleiben, aber nicht von innen heraus zerstört werden.